Faksimile: Einladung.


30. Mahnwache. Leider abgesagt wegen steigender Infektionszahl.

«Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit»

SAMSTAG, 14. NOVEMBER 2020, 11 Uhr
LERBACHERWEG 2 / BERGISCH GLADBACH

ERÖFFNUNG: Walborg Schröder, VVN-BdA

Seit 30 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, als in deutschen Städten Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesteckt und vernichtet wurden. Das Signal für die industrielle Massenvernichtung von Menschen jüdischen Glaubens war gegeben.

75. Jahrestag – 8. Mai 1945

Gedenkende an Gedenkstein mit Blumenschmuck.

 

Gedanken von Walborg Schröder, Ehrenvorsitzende der Deutsch-Russischen Gesellschaft Rhein/Ruhr, an den Grabstätten sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter auf dem Laurentiusfriedhof in Bergisch Gladbach, dem Friedhof Leverkusen-Manfort und auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof im Stadtbezirk Düsseldorf-Gerresheim. Durch die Coronakrise von Freunden vorgetragen am 8. und 9, Mai 2020.


Detail der Gedenkstätte mit Blumen.

Stille Kranzniederlegung am 14. April 2020

Gemeinsam haben die Städte Langenfeld, Leverkusen, Leichlingen, Solingen, Remscheid und Wuppertal entschieden, die Gedenkfeier in der Wenzelnbergschlucht vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie abzusagen.

Am 26. April wollte man an die am 13. April 1945 von den Nazis in der Wenzelnbergschlucht 71 ermordeteten Opfer mit einer zentralen Gedenkfeier gedenken.

Teilnehmer der Mahnwache. 

Seit 29 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, als in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand gesteckt wurden. Beinah 75 Jahre nach Ende des Naziregimes sind wir, durch den geplanten Anschlag auf die Synagoge in Halle und dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Zeugen geworden, dass Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus noch nicht überwunden sind. Walborg Schröder, Gründerin und Initiatorin der Mahnwache blickt mit Sorge auf die aktuellen Ereignisse und sagt: «Gegen Antisemitismus und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit» ist heute aktueller denn je und hat einen bedrückenden Gegenwartsbezug».

 

Walborg Schröder redet vor Gedenkenden mit Regenschirmen auf dem Friedhof.


8. Mai 2019 – Tag der Befreiung vom Faschismus

Friedhof Leverkusen-Manfort

Aus Anlass des Jahrestages der Befreiung vom Hitler-Faschismus gedachte die Kulturvereinigung Leverkusen gemeinsam mit der «NEIN-Initiative Leverkusen gegen Faschismus und Diktatur in der Türkei», der Deutsch-Russischen Gesellschaft e.V. und der DKP Leverkusen der in Leverkusen umgekommenen, meist osteuropäischen Zwangsarbeiter, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden.

Gedenkfeier für 71 Opfer der SS
am Wenzelnberg

Gedenkveranstaltung am Wenzelnberg

 

Den Toten zum Gedenken – Den Lebenden zur Mahnung

Am 13. April 1945, kurz bevor die Alliierten das Bergische Land erreichten, wurden von den Nationalsozialisten in einer Schlucht des Wenzelnberges 71 Wider­stands­kämpfer und Zwangsarbeiter verschiedener Gefängnisse der Region ohne Prozess hingerichtet und verscharrt.

Wir tragen nicht die Verantwortung für das, was unsere Vorfahren taten. Aber wir tragen die Verantwortung für das was wir tun, oder auch nicht tun, dass sich so etwas nicht wiederholen kann.

 

Menschen mit Regenschirmen vor Kirchenmauer. Eingefügter Text: «28. Mahnwache in Bergisch Gladbach. Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus Für Toleranz und soziale Gerechtigkeit. Text der Mahn- und Gedenktafel Stellawerk an der Richard-Zander-Straße in Bergisch Gladbach: ‹Hier auf dem ehemaligen Gelände des Stellawerkes wurden 1933 durch die SA Kommunisten gefangen gehalten und misshandelt. Jüdische Bürger wurden 1941 hier zwangsinterniert und anschließend in Konzentrationslager deportiert.›».


Anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938

«Gegen Ausländerfeindlichkeit und
Rassismus, für Toleranz und
soziale Gerechtigkeit»


Seit 28 Jahren erinnert in Bergisch Gladbach eine Mahnwache an die Reichspogrom­nacht vom 9. November 1938, als in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte in Brand ge­steckt wurden. Das Signal für die industrielle Massenvernichtung von Menschen jüdischen Glaubens war gegeben.

Logo: Unruhestiften. Lärmendes Klavier (Flügel). 

Die Sprache gehört uns


Der Missbrauch der Sprache zur Polarisierung gesellschaftlicher Konflikte, zur Ausgrenzung ethnischer, religiöser oder sozialer Teile der Bevölkerung ist nicht neu.

Auch in der jüngsten Vergangenheit, im Zeitalter des Neoliberalismus, gibt es zahlreiche Beispiele dafür. Neoliberalismus steht für grenzenlose Profitmaximierung, für Beseitigung jeglicher staatlicher Schranken, für die totale Liberalisierung von Dienstleistungen sowie aller Kapital- und Warenströme.

Der Erfolg des Neoliberalismus erfordert die Spaltung der Gesellschaft, die Ausgrenzung von Arbeitslosen und Armen, in der dritten Welt das schulterzuckende Verhungern-lassen zigtausender Menschen.

Unterkategorien

Das am 14. Sep­tem­ber 1947 in der Wenzeln­berg­schlucht bei Lan­gen­feld er­richtete Mahn­mal dient dem ehren­den Geden­ken der dort am 13. April 1945 von den Nazis ermor­de­ten 71 Menschen, es wurde im Laufe der Jahre mehr­fach verändert.