Kranzniederlegung am Gedenkstein
für osteuropäische Zwangsarbeiter

Gedenken auf dem Manforter Friedhof. Andrej Rumjanzew und Walborg Schröde.

Leverkusen, 8. Mai 2010. | Anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung vom Hitler-Faschismus gedachte die Kulturvereinigung Leverkusen mit Unterstützung der Deutsch-Russischen Gesellschaft Rhein-Ruhr bei einer Blumen- und Kranzniederlegung der in Leverkusen umgekommenen, meist osteuropäischen Zwangsarbeiter, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden.

Teilgenommen hat als Vertreter des Russischen Generalkonsulats Herr Andrej Rumjanzew, Vizekonsul und Staatsrat der Russischen Föderation und Ehrenpräsident der Liga für Russisch-Deutsche Freundschaft.


Mut, Mission

Gedenkstätte Chatyn


Sie kamen am frühen Nachmittag, umzingelten das Dorf, trieben die Leute in ihre hölzernen Häuser und zündeten sie an. Wer zu fliehen versuchte, wurde erschossen – 152 Menschen, darunter 76 Kinder. Es war der 22. März 1943. Das Dorf hieß Chatyn, lag 60 km nördlich der belorussischen Hauptstadt Minsk. Und es war nur eins von insgesamt 609 belorussischen Dörfern, die auf diese Weise »behandelt« wurden.

Menschen vor der Marienkirche. Vor der Enthüllung der Gedenktafel. Jürgen Schuh spricht.28. April 2010 | An der Marienkirche in Düsseldorf wird die Gedenktafel für Dr. Joseph Cornelius Rossaint der Öffentlichkeit übergeben. Jürgen Schuh, VVN NRW, würdigte sein antifaschistisches Engagement.

Foto: Uwe Koopmann


Rede von Prof. Dr. Jörg Becker, ehemaliger DGB-Kreisvorsitzender in Solingen, im Auftrag der VVN-BdA.

Gedenkveranstaltung in der Wenzelnbergschlucht

am 18. April 2010, 11 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Beginn meiner Ausführungen möchte ich mich bei der VVN-BdA, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes–Bund der Antifaschisten für das Vertrauen bedanken, das sie mir  – ohne dass ich Mitglied dieser Organisation bin – entgegenbringen, indem sie mir ihren Programmpunkt, ihre Möglichkeit eine warnende Stimme zu sein, an mich abgetreten haben.

Und gleichzeitig bitte ich um Verständnis, dass die eine oder andere Bemerkung von mir nicht der VVN zum Nachteil gereichen möge.

»Den Toten zum Gedenken – den Lebenden zur Mahnung!« – dies steht hier zum Gedenken an die 71 Häftlinge, die hier kurz vor der Befreiung vom Faschismus im April 1945 ermordet wurden.

Die Namen der Opfer:

1. ​Ludwig Bau­mann
2. ​Hugo Bre­em­köt­ter
3. ​Josef Breu­er
4. ​Leopold Chon­cen­zey
5. ​Wilhelm Cle­mens
6. ​Christian Döhr
7. ​Heinrich Dietz

Bilder von der Gedenkfeier

Mahnmal Wenzelnberg: Kränze, Blumengebinde, gedenkende und trauernde Menschen.


Und dies sind die Täter vom Wen­zeln­berg:

Von der Ge­sta­po Wup­per­tal waren be­tei­ligt: Hu­fen­stuhl, Goeke, Blume, Dahl­mann, Il­ver­mann, Kloß, Scha­len­ber­ger, Horn­ber­ger und Mi­chels.

Von der Ge­sta­po So­lin­gen waren be­tei­ligt: Bur­mann, Nees, Wald, Endes, Vogel, Schwarz, Schnel­ler, Jes­sin­g­haus, Zymni und Mer­tens.

Dresden. Menschenkette am Rathaus13. Februar 2010. Die Menschenkette wurde am Altmarkt komplett geschlossen. Tausende Gegendemonstranten blockieren am Bahnhof Neustadt den Neonazi-Marsch.

65 Jahre nach der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg sind am Sonnabend rund 15.000 Bürger und Gäste zur zentralen Gedenkveranstaltung in der Altstadt gekommen. "Ich bin überwältigt, dass so viele Menschen dem Aufruf gefolgt sind und für ein nazifreies Dresden demonstrieren", sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz vor der Goldenen Pforte am Rathaus. Dann rief sie dazu auf, ein Zeichen für Toleranz und gegen Gewalt und Fremdenhass zu setzen. „Wenn wir uns jetzt bei den Händen nehmen, legen wir aus einzelnen, vielleicht schwachen Gliedern eine starke, schützende Kette um unsere Stadt.“ Gemeinsam werde man sich den Jung- und Altnazis entgegenstellen, "die heute wieder versuchen, unseren Tag der Trauer zu missbrauchen".

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Das am 14. Sep­tem­ber 1947 in der Wenzeln­berg­schlucht bei Lan­gen­feld er­richtete Mahn­mal dient dem ehren­den Geden­ken der dort am 13. April 1945 von den Nazis ermor­de­ten 71 Menschen, es wurde im Laufe der Jahre mehr­fach verändert.