Information des stellvertretenden Vorsitzenden der Kulturvereinigung Leverkusen e.V. und einem der Anmelder der Pro-NRW-Gegenkundgebung, Manfred Demmer, zur Aktion am Freitag, 19. September 2008 in Leverkusen.

Die heutige Kundgebung gegen das provokative Auftreten von „Pro NRW“ in der Stadt hat deutlich gemacht:

Leverkusener BürgerInnen wollen keine Rassisten in ihrer Stadt.

Die Teilnehmer, die sich zwischen 11 Uhr und 11.30 Uhr am Wiesdorfer Platz friedlich versammelten, stellten einen guten Querschnitt der Bevölkerung  der  Stadt dar. Erfreulich viele junge Menschen waren dabei, BürgerInnen verschiedenster Nationalitäten, die in Leverkusen leben.

Pressemitteilung

Leverkusen, 21. September 2008.

Die heutige Mahnwache in Leverkusen-Wiesdorf gegen Pro NRW war ein voller Erfolg. Rund 100 Menschen versammelten sich ab 10 Uhr in der fußgängerzone um auch die letzte angekündigte Veranstaltung von Pro NRW zu begleiten. Parole war: Rassisten vorzeitig nach Hause schicken.

Zeitzeuginnengespräch bei der Kulturvereinigung Leverkusen e.V.

Von Generation zu Generation

Mittwoch, 8. Oktober 2008, 19.30 Uhr
im Hause der Kulturvereinigung Leverkusen e.V.,
Am Stadtpark 68 in Leverkusen-Manfort

Im Zuge des von der Bundesregierung initiierten und von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste koordinierten Projekts "LeDor Dor" (Von Generation zu Generation) wird Frau Margot Kidron  zu einem Zeitzeuginnengespräch in Leverkusen sein.

Bahnhof Muiderport in Amsterdam: Auf dem Vorplatz werden Juden zur Deportation zusammengetrieben

Der deutsch-französische Fernsehsender arte berichtete in seiner Reihe Geschichte am Mittwoch über die Beteiligung der französischen Staatsbahn an der Deportationen von Juden in die Vernichtungslager. 

Nach Fahrplan in den Tod: Europas Bahnen und der Holocaust

Nicht nur die französische SNCF kollaborierte mit den Deutschen und beteiligte sich aktiv an den Deportationen von Juden.

Auch die slowakische Staatbahn und die Nederlandsche Spoorwegen in Holland stellten Züge sowie Personal bereit und fuhren die menschliche Fracht, oft in Viehwaggons gepfercht, zunächst in Sammellager, dann zur Staatsgrenze, wo die deutsche Reichsbahn die Transporte in die Vernichtungslager übernahm.
 

Ein Leser unserer website schrieb uns:
»jetzt dauert es wohl nur noch 20 Jahre und dann folgt die Dokumentation über die Reichsbahn...«
J.S.




Mörderisches FinaleUlrich Sander
"Mörderisches Finale – NS-Verbrechen bei Kriegsende"
herausgegeben vom Internationalen Rombergparkkomitee

Ulrich Sander ist Journalist und freier Autor. Bundessprecher der VVN-BdA. Zahlreiche Beiträge in Büchern und Zeitschriften mit dem Schwerpunkt Antifaschismus und Antimilitarismus. Veröffentlichte bei PapyRossa "Die Macht im Hintergrund – Militär und Politik in Deutschland".

PapyRossa, Köln 2008, ISBN 3894383887
192 Seiten, Euro 14,90

Wenzelnberg 2008

Wenzelberg 2008: Chor








Fotos: Klaus Müller 



Sonntag Gedenkkundgebung

Von Manfred Demmer

Entwurf des Denkmals 1947Wenn sich am kommenden Sonntag, 22. April 2008, wieder Menschen aus dem rheinisch-bergischen Raum am Wenzelnberg bei Langenfeld versammeln, um der dort ermordeten Nazi-Opfer zu gedenken, wissen wahrscheinlich die meisten etwas über dieses Verbrechen vom 13. April 1945. Doch über die Geschichte der Gedenkkundgebungen und des Mahnmals werden die wenigsten etwas wissen. Gerade heute, in einer Zeit, in der eine massive Geschichtsrevision stattfindet (Beispiel: Öttingers Rede zu Filbinger) scheint es notwendig, daran zu erinnern.

Mahnmal Wenzelnberg

Vorbemerkung zu einer wichtigen Arbeit

Nachfolgend kann sich der Betrachter unserer Homepage mit einer interessanten Arbeit des Schülers Marcus Theisen vom Städtischen Gymnasium in Leichlingen vertraut machen.

„Das Mahnmal Wenzelnberg: Entstehungsgeschichte und seine Bedeutung heute“, so lautet seine Facharbeit, die er aus einem erweckten Interesse für diese regionale Mahn- und Gedenkstätte, verfasst hat. Der Schüler hat sich intensiv mit der Thematik befasst und dabei auch auf Informationen der Kulturvereinigung Leverkusen e.V. zurückgegriffen. Das Ergebnis ist eine Arbeit, die als wichtiger Beitrag bewertet werden kann - trotz der von ihm (Seite 3) getroffenen Feststellung, am Wenzelnberg seien „Verbrecher“ ermordet worden.

Unterkategorien

Das am 14. Sep­tem­ber 1947 in der Wenzeln­berg­schlucht bei Lan­gen­feld er­richtete Mahn­mal dient dem ehren­den Geden­ken der dort am 13. April 1945 von den Nazis ermor­de­ten 71 Menschen, es wurde im Laufe der Jahre mehr­fach verändert.