Porträt William Shakespeare.

Wir möchten die literarisch Interessierten auf eine Veranstaltung hinweisen, die besonderes Interesse verdient:

 

Epochenkrise und Utopie.
Geschichtlichkeit und Aktualität Shakespeares

 

Samstag, 20.02.2016, 10.30 (Einlass: 10.00 Uhr) bis 18.00 Uhr
München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80

2016 jährt sich der Todestag William Shakespeares zum 400. Mal. Aus diesem Anlass geben Prof. Dr. Thomas Metscher, der wohl bedeutendste marxistische Anglist der ‹alten› Bundesrepublik, und Dr. Jennifer Farrell, die heute in Irland am Galway-Mayo Institute of Technology (GMIT) lehrt, eine Einführung in das dramatische Werk des großen englischen Dichters, in doppelter Perspektive: historisch und mit Blick auf unsere Zeit.

So­eben ein­ge­trof­fen und auf dem UZ-Pres­se­fest zu er­wer­ben

Das Ma­ni­fest – jetzt auch auf kölsch? Ist das nö­tig?

 

Buch: »Et kum­me­nis­ti­sche Ma­ni­feß op Kölsch, vum Marxens Karl un däm Engels Frieder«.

In Köln ist die Nei­gung ver­brei­tet, po­li­ti­sche Kon­flik­te mit­tels Hei­mat­ver­liebt­heit zu über­kleis­tern. Um­so dring­li­cher er­scheint uns, dem köl­schen Klün­gel und der Ver­nied­li­chung neo­li­be­ral or­ga­ni­sier­ter Macht­ver­hält­nis­se die kla­re Spra­che des Ma­ni­fests ent­ge­gen zu stel­len, das schon 1848 den Ge­gen­satz der Klas­sen her­aus­ge­ar­bei­tet hat. Das hilft viel­leicht den Köl­ne­rin­nen und Köl­ner, die auf den Ver­kauf ih­rer Ar­beits­kraft an­ge­wie­sen sind, ih­re In­ter­es­sen zu ar­ti­ku­lie­ren. Wir stre­ben ge­sell­schaft­li­che Ver­hält­nis­se an, in de­nen die Bour­geoi­sie ih­rer Spra­che und ih­rer Macht ver­lus­tig geht. Sie hät­te künf­tig, wie es un­ser grie­chisch-or­tho­do­xer Freund Ab­dul­lah von der Piz­ze­ria Ro­man­ti­ca sa­gen wür­de, nix ze ka­mel­le.

 

Buchtitel: »Das ABC des Kommunismus«.

Kapitalismus und Imperialismus


In den Jah­ren nach der Gro­ßen So­zia­lis­ti­schen Ok­to­ber­re­vo­lu­ti­on setz­ten sich die Bol­sche­wi­ki die Auf­ga­be, die Men­schen für den So­zia­lis­mus und Kom­mu­nis­mus zu ge­win­nen. Da­für fer­tig­ten sie ei­ne Rei­he all­ge­mein ver­ständ­li­cher Bü­cher und Bro­schü­ren an, wel­che die kom­mu­nis­ti­sche Theo­rie dar­leg­ten und zeig­ten, wie die kom­men­de Ge­sell­schaft or­ga­ni­siert sein soll.


Porträt: William Shakespeare.

Epochenkrise und Utopie


Vor 450 Jah­ren wur­de Wil­liam Shake­speare ge­bo­ren. Bür­ger »ei­ner Zeit, die Rie­sen brauch­te und Rie­sen zeug­te« (Fried­rich En­gels): Wil­liam Shake­speare (ge­bo­ren wahr­schein­lich 23. April 1564 in Strat­ford-upon-Avon; ge­stor­ben 23. April 1616)


Hier die Links auf ei­ne Ar­beit von Tho­mas Met­scher über sein Le­ben und Werk und die da­ma­li­gen Zeit­um­stän­de.


In Mexiko verstorben

Porträt: Gabriel García Márquez

Im Al­ter von 87 Jah­ren ist am 17. April 2014 in Me­xi­ko-Stadt der welt­be­rühm­te ko­lum­bia­ni­sche Au­tor Ga­bri­el Gar­cía Már­quez ver­stor­ben. Da­mit ist die Welt um ei­nen der grö­ß­ten Schrift­stel­ler är­mer ge­wor­den. 1982 er­hielt er für sein Meis­ter­werk »Hun­dert Jah­re Ein­sam­keit« den Li­te­ra­tur­no­bel­preis. Er war ei­ner der wich­tigs­ten Ver­tre­ter des »ma­gi­schen Rea­lis­mus« und der la­tein­ame­ri­ka­ni­schen Li­te­ra­tur. Wer­ke wie »Chro­nik ei­nes an­ge­kün­dig­ten To­des«, »Der Herbst des Pa­tri­ar­chen« oder »Lie­be in den Zei­ten der Cho­le­ra« wer­den un­ver­gess­lich blei­ben.



Leonhard Frank – »ver­brann­ter Dich­ter«


Leon­hard Frank (1882-1961) ist ei­ner der »ver­brann­ten Dich­ter«. Er ist im ärms­ten Würz­bur­ger Mi­lieu auf­ge­wach­sen und hat­te es be­son­ders schwer in sei­ner Hei­mat­stadt. Durch sein Buch »Die Räu­ber­ban­de« von 1914 wur­de er schlag­ar­tig be­rühmt. 1933 mu­ss­te er emi­grie­ren, ge­lang­te über Frank­reich in die USA. Als er 1950 in die Bun­des­re­pu­blik zu­rück­kehrt, war er li­te­ra­risch kaum noch wahr­zu­neh­men. In der DDR in­des konn­ten sei­ne ge­sam­mel­ten Wer­ke er­schei­nen.


Huckleberry Finn

Huckleberry Finn und Jim auf dem Floß.

Die kon­ser­va­ti­ve Pres­se hat­te ei­nen ziem­li­chen Ro­chus auf Mark Twains »jäm­mer­lich schä­bi­gen, vul­gä­ren, klau­en­den und lü­gen­den Jun­gen«. »El­tern, die ih­ren Kin­dern ei­ne viel­ver­spre­chen­de Zu­kunft wün­schen«, soll­ten es sich gut über­le­gen und die­sen schänd­li­chen Ben­gel nicht »oh­ne Zö­gern zur Tür ein­las­sen«, hieß es bei Er­schei­nen der »Aben­teu­er von Huck­le­ber­ry Finn« im Jahr 1884. War­um ei­gent­lich nicht? Weil er Lum­pen trägt, ei­nen räu­di­gen Slang spricht und es mit den bür­ger­li­chen Tu­gend­pa­ra­gra­phen nicht ganz so ge­nau nimmt? Ge­schenkt. Weil er ei­nem Skla­ven zur Flucht ver­hilft »und da­für so­gar zur Höl­le fah­ren will«? Das ist der ei­gent­li­che Skan­dal des Buchs.


SCHÖNHEIT UND GERECHTIGKEIT

Erasmus Schöfer vor Buchhandlung.

Die Bedeutung der Roman­tetra­logie von Erasmus Schöfer für die Kultur­geschichte der deutschen Nachkriegsepoche

 

EIN SYMPOSION

Samstag, 20. April 2013

Großer Lesesaal der Kölner Zentralbibliothek Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln (Neumarkt)

10.30 bis 13 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr